Mutterschutz-Rechner 2026 – Fristen & Mutterschaftsgeld berechnen
Wann beginnt der Mutterschutz, wann endet er – und wie viel Mutterschaftsgeld bekommst du? Dieser Rechner berechnet deine genauen Mutterschutzfristen nach §§ 3 und 6 MuSchG, erkennt automatisch den Frühgeburtsbonus und zeigt dir, wie sich Mutterschaftsgeld (max. 13 €/Tag der Krankenkasse) und Arbeitgeberzuschuss nach § 20 MuSchG zusammensetzen. Für Einzel- und Mehrlingsgeburten, GKV und PKV.
§§ 3, 6, 17, 19, 20 MuSchG · § 24i SGB V · § 16 BEEG · Stand Januar 2026
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Steht auf dem Mutterpass – Datum vom Frauenarzt
Bei Frühgeburt verlängert sich die Nachschutzfrist automatisch (§ 6 Abs. 1 MuSchG)
Sonderfälle (12 Wochen Nachschutz)
Nettodurchschnitt der letzten 3 Monate vor Beginn der Mutterschutzfrist
Ihre Mutterschutzfristen
Mutterschaftsgeld (GKV)
Die Krankenkasse zahlt max. 13 €/Tag. Ihren Nettolohn darüber hinaus übernimmt Ihr Arbeitgeber als Zuschuss (§ 20 MuSchG). Für ihn ist das eine erstattungsfähige Umlage (U2).
So wurde berechnet
Mutterschutzfristen im Überblick
| Situation | Vorfrist | Nachfrist |
|---|---|---|
| Normale Geburt (Regelfall) § 3, § 6 Abs. 1 MuSchG | 6 Wochen | 8 Wochen |
| Mehrlingsgeburt § 6 Abs. 1 Satz 2 MuSchG | 6 Wochen | 12 Wochen |
| Kind mit Behinderung § 6 Abs. 1 Satz 3 MuSchG | 6 Wochen | 12 Wochen |
| Frühgeburt (vor ET) § 6 Abs. 1 Satz 1 Hs. 2 MuSchG | 6 Wochen | 8 Wo. + nicht genutzte Vorfristen |
| Kind nach ET geboren § 6 Abs. 1 MuSchG | 6 Wochen | 8 Wochen (kein Abzug) |
Wichtig: Beschäftigungsverbote gelten ab dem ersten Tag der Schwangerschaft, wenn die Arbeit Mutter oder Kind gefährdet (§ 13 MuSchG). Das ist unabhängig von der Mutterschutzfrist.
Mutterschaftsgeld: Wer zahlt was?
| Situation | Krankenkasse | Arbeitgeber (Zuschuss) |
|---|---|---|
| GKV-versichert, Nettolohn ≤ 13 €/Tag | Bis 13 €/Tag (voller Tageslohn) | – |
| GKV-versichert, Nettolohn > 13 €/Tag | 13 €/Tag (Höchstbetrag) | Differenz Nettolohn − 13 € (§ 20 MuSchG) |
| GKV-versichert, nicht erwerbstätig | 13 €/Tag | – |
| Privat versichert (PKV) | – | – |
| PKV: Einmalbetrag BAMF | 210 € (einmalig, § 19 MuSchG) | – |
| Geringfügig beschäftigt (Minijob) | 13 €/Tag | Differenz zum Tageslohn (§ 20) |
Der Arbeitgeberzuschuss wird über das Umlageverfahren U2 von der Krankenkasse an den Arbeitgeber erstattet. Der Arbeitgeber hat dadurch keine Nettomehrkosten.
Fristen, Pflichten und Rechte
Formel
Mutterschutzfrist = 6 Wochen vor ET bis 8 Wochen nach Geburt (§ 3, § 6 MuSchG)
Bei Mehrlingen / Kind mit Behinderung: 12 Wochen nach Geburt
Bei Frühgeburt: 8 Wochen + (ET − tatsächlicher Termin) Tage
Nettotagessatz = Ø Nettolohn (3 Monate) ÷ 30,4
Mutterschaftsgeld KK = min(Nettotagessatz, 13 €) × Tage [§ 24i SGB V]
AG-Zuschuss = max(0, Nettotagessatz − 13 €) × Tage [§ 20 MuSchG]
Gesamtleistung = Mutterschaftsgeld KK + AG-ZuschussAnnahmen & Standardwerte
- Nettotagessatz: Durchschnitt der letzten 3 Kalendermonate vor Beginn der Mutterschutzfrist ÷ 30,4 (Teiler nach § 24i Abs. 2 SGB V)
- Höchstbetrag GKV: 13 €/Kalendertag = 390 €/Monat (§ 24i SGB V; Wert seit 2012 unverändert)
- Einmalbetrag PKV/keine KV: 210 € vom BAMF (§ 19 MuSchG; Stand 2026)
- AG-Zuschuss (§ 20 MuSchG): Differenz Nettolohn − 13 €/Tag; wird per U2-Umlageverfahren vom AG an KK abgeführt und erstattet
- Frühgeburtsbonus gilt nur bei Geburt VOR dem errechneten Termin; Tage die nach ET gezählt worden wären, verfallen nicht
- Quelle: Mutterschutzgesetz (MuSchG), § 24i SGB V, BAMF – Stand Januar 2026
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Was jetzt konkret zu tun ist
- Arbeitgeber informieren: So früh wie möglich nach Bekanntwerden der Schwangerschaft – auch wenn noch kein Mutterpass da ist. Der Kündigungsschutz nach § 17 MuSchG gilt ab Mitteilung.
- Krankenkasse kontaktieren: Frühestens 7 Wochen vor errechnetem ET Mutterschaftsgeld beantragen. Formular MT1 der Krankenkasse, Arztbescheinigung über ET beifügen.
- Elterngeld vorausplanen: Elterngeld berechnen – Steuerklassentrick prüfen (in der Regel lohnt sich Wechsel zu SK III vor Mutterschutzbeginn, wenn Partner SK V übernimmt).
- BAMF-Antrag (PKV): Formular „Antrag auf Mutterschaftsgeld" beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (ehemals BAFzA). Frühestens 7 Wochen vor ET einreichen.
- Elternzeit anmelden: Spätestens 7 Wochen vor geplantem Beginn schriftlich beim Arbeitgeber anmelden (§ 16 BEEG). Für die ersten 3 Lebensjahre des Kindes kann der Zeitraum in bis zu 3 Abschnitte aufgeteilt werden.
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Häufige Fragen
Der Mutterschutz beginnt 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin (§ 3 Abs. 1 MuSchG). Dieser Termin steht im Mutterpass. Wichtig: Die Frau kann auf diese Vorfrist freiwillig verzichten und bis zum Entbindungstermin weiterarbeiten – die Zeit wird dann automatisch zur Nachschutzfrist addiert. Eine Beschäftigung darf der Arbeitgeber in dieser Zeit jedoch nur auf ausdrücklichen Wunsch der Schwangeren ermöglichen.
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Der Mutterschutz beginnt 6 Wochen (42 Tage) vor dem errechneten Geburtstermin (§ 3 Abs. 1 MuSchG). Der errechnete Termin steht im Mutterpass. Kommt das Kind früher – die Vorfrist bleibt dieselbe (ab 6 Wochen vor ET). Kommt es später, verlängert sich die Vorfrist entsprechend, da der Schutz bis zur tatsächlichen Geburt gilt.
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