Mörtel-Rechner – Mauermörtel, Fliesenkleber und Fugenmörtel berechnen
Zu wenig Mörtel bestellt bedeutet Lieferstopp auf der Baustelle. Zu viel ist teurer Abfall. Und der falsche Mörtel – z. B. Standard-C1-Fliesenkleber auf einem Großformat-Feinsteinzeug oder auf Heizestrich – führt später zu losen Fliesen. Dieser Rechner berechnet drei Mörtelwelten: Mauermörtel nach Steinformat und DIN EN 998-2, Fliesenkleber mit Kammzähne-Empfehlung nach DIN EN 12004 und Fugenmörtel nach DIN EN 13888. Inklusive Chargen-Planer, Topfzeit-Warnung und Silo-vs.-Sackware-Vergleich.
Berechnung nach DIN EN 998-2 (Mauermörtel) · DIN EN 12004 (Fliesenkleber C1/C2S1) · DIN EN 13888 (Fugenmörtel) · Silo-Schwelle nach Baustoff-Praxiswerten
Was möchtest du berechnen?
Mörtelart
Steinformat
Wandmaße
Einstellungen
Mörtel-Bedarf
Großprojekt – 1513 kg Mörtel. 61 Säcke notwendig. 61 Chargen à 25 kg.
Eigenherstellung – Rohstoffe
Mischung: 1:1:6 (Zement:Kalk:Sand) oder 1:5 (Zement:Sand). Wasser schrittweise zugeben bis zur gewünschten Steife (Standfestigkeit prüfen).
Chargen-Planer
Silo vs. Sackware
Sackware ausreichendBei dieser Menge ist Sackware die richtige Wahl. Silo lohnt sich erst ab ca. 2 m³ / 4 t Trockenmörtel.
Verarbeitungshinweise
Formel
Mörtelvolumen [m³] = Wandfläche [m²] × Fugenanteil × Wanddicken-Faktor × (1 + Verschnitt)
Fugenanteil = 1 − (L×B×H) / ((L+f)×(B+f)×(H+f))
Fertigmörtel-Bedarf [kg] = Volumen [m³] × Rohdichte [kg/m³]Annahmen & Standardwerte
- Mörtelverbrauch nach DIN EN 998-2 (Mauermörtel) und DIN EN 12004 (Fliesenkleber)
- Fugenmörtel-Formel nach DIN EN 13888 mit Rohdichte 1,7 kg/L
- Steinverbrauch: Richtwert pro m² bei einseitigem Mauerwerk
- Fugenanteil geometrisch berechnet (nicht empirisch)
- Silo-Richtwert: 125 €/t + 15 €/Tag Standmiete
- Kammzähne nach Fliesenformat (Praxis-Empfehlung des Fliesenverbands)
- 10 % Verschnitt als Standardwert (kann angepasst werden)
- Buttering-Floating für Großformate >60×60 cm und Heizestrich nach DIN EN 1264-4
- Topfzeit-Angaben bei Raumtemperatur 20 °C; bei Wärme kürzer, bei Kälte länger
Passe den Strompreis an deinen tatsächlichen Tarif an, um präzisere Ergebnisse zu erhalten.
Praktische Nächste Schritte
- 1.Untergrund vorbereiten: Losen Putz entfernen, Risse schließen, saugende Untergründe vornetzen (Ziegeln) oder grundieren (Beton/Estrich).
- 2.Mischung prüfen: Wasser zuerst vorlegen, Mörtel einstreuen, homogen mischen. Keine Chargen anrühren die in der Topfzeit nicht verarbeitet werden können.
- 3.Qualitätskontrolle:Mauermörtel Standfestigkeit (Fingertest), Fliesenkleber Klebefaden (>1 cm = zu nass), Fugenmörtel nach DIN EN 13888 abreiben.
- 4.Abfallentsorgung: Restmörtel nie ins Abwasser schütten – aushärten lassen und über Bauschutt entsorgen.
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Passend dazu
Alle Angaben als Orientierungswert – keine Fachberatung. Ergebnisse ersetzen keine statische oder bautechnische Planung.
Häufige Fragen
Mörtelgruppe II (M5: ≥5 N/mm²) entspricht Kalk-Zementmörtel und eignet sich für nicht tragende Innenwände und trockene Bereiche. Mörtelgruppe III (M10/M15: ≥10/15 N/mm²) ist reiner Zementmörtel mit höherer Druckfestigkeit für Keller, Außenmauerwerk und feuchte Bereiche. Die Norm DIN EN 998-2 unterscheidet heute G-Mörtel (gemauert) nach Druckfestigkeitsklassen M2,5 bis M20.
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